Perspektivisches Zeichnen mit zwei Fluchtpunkten leicht erklärt
Haben Sie sich jemals gefragt, wie Künstler ein flaches Blatt Papier wie eine tiefe, 3D-Welt aussehen lassen? Sie verwenden eine spezielle Technik, die Zwei-Punkt-Perspektive genannt wird. Diese Technik ermöglicht es Ihnen, Objekte von der Ecke aus zu zeichnen, sodass sie so wirken, als würden sie von der Seite abstehen.
Viele Anfänger haben Schwierigkeiten mit der Perspektive; sobald Sie jedoch die Grundlagen verstanden haben, wird das Zeichnen viel einfacher. In diesem Leitfaden erklären wir, was perspektivisches Zeichnen mit zwei Fluchtpunkten ist und wie Sie es mit klaren, einfachen Schritten umsetzen können. Zudem zeigen wir leicht verständliche Beispiele, die Ihnen den Einstieg in Ihre künstlerische Reise erleichtern. Am Ende kennen Sie die Begriffe, die Methode und können selbstbewusst üben.
Teil 1. Was ist eine Zwei-Punkt-Perspektivzeichnung?
Die Zwei-Punkt-Perspektivzeichnung ist eine einfache Möglichkeit, Tiefe und Raum darzustellen und bildet die Grundlage für perspektivisches Zeichnen mit zwei Fluchtpunkten. Stellen Sie sich vor, Sie stehen auf einem Gehweg und blicken auf die Ecke eines hohen Gebäudes: Sie sehen zwei Seiten, die sich von Ihnen weg erstrecken. Genau das zeigt diese Methode. Im Gegensatz zu anderen Stilen nutzt sie zwei unterschiedliche Fluchtpunkte auf dem Horizont, um die Linien zu führen..
Im Gegensatz zu flachen Zeichnungen zeigt die Zwei-Punkt-Perspektive Breite, Höhe und Tiefe. Dadurch wirken Objekte dreidimensionaler. Diese Methode unterscheidet sich von der Ein-Punkt-Perspektive, weil das Objekt in einem Winkel gedreht ist. Bei der Ein-Punkt-Perspektive sehen Sie normalerweise die flache Vorderseite eines Objekts. In der Zwei-Punkt-Perspektive betrachten Sie jedoch immer eine Kante oder eine Ecke. Im wirklichen Leben sieht man dies überall. Zum Beispiel:
Echte Beispiele sind:
- Die Ecke eines Gebäudes
- Straßen, die nach links und rechts verlaufen
- Eine Kiste, die schräg steht
- Innenecken von Räumen
Wann man die Zwei-Punkt-Perspektive verwendet
Sie sollten diese Methode verwenden, wann immer Sie etwas aus einem Winkel zeichnen möchten. Besonders beim Skizzieren von Architektur, wie Häusern, Wolkenkratzern oder Stadtblöcken, ist sie von Vorteil. Außerdem können Sie sie verwenden, um Umgebungen wie ein Schlafzimmer oder eine Küche zu zeichnen, bei denen Sie zwei Wände gleichzeitig zeigen möchten.
Außerdem, wenn Sie eine Figur zeichnen, die in einer Stadt steht, lässt diese Perspektive die Szene wie einen realen Ort wirken. Sie hilft speziell dabei, Möbel, Fenster und Türen an den richtigen Stellen zu platzieren, damit sie nicht „schief“ oder „falsch“ aussehen.
Zwei-Punkt-Perspektive vs. Ein-Punkt-Perspektive
Obwohl beide Methoden Perspektive verwenden, fühlen sie sich sehr unterschiedlich an.
Ein-Punkt-Perspektive:
- Verwendet einen Fluchtpunkt
- Am besten für Flure oder Straßen, die geradeaus verlaufen
- Einfacher, aber begrenzt
Zwei-Punkt-Perspektivzeichnung:
- Verwendet zwei Fluchtpunkte
- Zeigt Ecken und Winkel
- Sieht realistischer aus
Daher ist die Zwei-Punkt-Perspektive der nächste sinnvolle Schritt, nachdem Anfänger die Ein-Punkt-Perspektive gelernt haben.
Teil 2. Perspektivbezogene Fachbegriffe erklärt
Bevor wir den Bleistift zum Zeichnen der Zwei-Punkt-Perspektive ansetzen, ist es wichtig, die „Sprache“ der Kunst zu lernen. Das Verständnis dieser Begriffe macht die Anweisungen viel leichter nachvollziehbar.
1. Horizontlinie
Die Horizontlinie ist eine horizontale Linie, die sich über Ihr Papier zieht. Sie stellt Ihre „Augenhöhe“ dar. Wenn Sie stehen, ist Ihre Augenhöhe höher; wenn Sie sitzen, sinkt sie.
2. Fluchtpunkte
Fluchtpunkte sind Stellen, an denen Linien scheinbar verschwinden. Bei der Zwei-Punkt-Perspektivzeichnung sind diese Punkte die „Anker“ und werden ganz links und ganz rechts auf Ihrer Horizontlinie platziert. Jede schiefe Linie, die Sie zeichnen, muss auf einen dieser beiden Punkte zeigen. Ohne sie würde Ihre Zeichnung unordentlich und chaotisch aussehen.
3. Vertikale Linien
Vertikale Linien verlaufen gerade nach oben und unten. Im Gegensatz zu anderen Linien neigen sie sich niemals zu den Fluchtpunkten hin. Wenn sie nach links oder rechts kippen, sieht die Zeichnung falsch aus. Daher ist es die wichtigste Regel, diese Linien gerade zu halten, um Ihre Zeichnung realistisch wirken zu lassen.
4. Perspektivlinien (Orthogonalen)
Perspektivlinien, auch Orthogonalen genannt, leiten die Wahrnehmung von Tiefe. Dies sind die „imaginären“ Linien, die die Ecken Ihres Objekts mit den Fluchtpunkten verbinden. Sie fungieren wie eine Straßenkarte. Normalerweise zeichnen Künstler diese sehr leicht, damit sie sie später wegradieren können. Sie sind jedoch das geheime Gerüst, das die ganze Zeichnung zusammenhält.
5. Bodenlinie und Augenhöhe
Die Bodenlinie ist die Linie, auf der das untere Ende Ihres Objekts sitzt. Die Augenhöhe ist tatsächlich die gleiche wie die Horizontlinie. Wenn Sie sich setzen, sinkt Ihre Augenhöhe, und die Horizontlinie verschiebt sich nach unten mit Ihnen. Wenn Sie auf einer Leiter stehen, bewegt sich die Horizontlinie nach oben. Zusammen helfen sie Ihnen zu entscheiden, wie hoch oder niedrig Objekte erscheinen.
Teil 3. Wie man die Zwei-Punkt-Perspektive Schritt für Schritt zeichnet
Nun zeichnen wir mit klaren, anfängerfreundlichen Schritten.
Schritt 1: Zeichnen Sie die Horizontlinie
Zeichnen Sie zuerst eine gerade horizontale Linie quer über Ihre Seite. Dies ist Ihre Horizontlinie. Platzieren Sie sie in der Mitte für Balance.
Schritt 2: Platzieren Sie zwei Fluchtpunkte
Fügen Sie als Nächstes zwei Punkte auf der Horizontlinie hinzu (einen ganz links und einen ganz rechts). Halten Sie sie weit auseinander. Wenn sie zu nah beieinander sind, sieht die Zeichnung verzerrt aus.
Schritt 3: Zeichnen Sie die vertikale Kante des Objekts
Zeichnen Sie nun eine einzelne vertikale Linie irgendwo zwischen den beiden Punkten, aber unterhalb der Horizontlinie. Diese Linie stellt die vordere Ecke Ihrer Kiste dar. Dies ist der Startpunkt für Ihr Objekt, z. B. eine Kiste oder ein Gebäude.
Schritt 4: Verbinden Sie Perspektivlinien mit den Fluchtpunkten
Benutzen Sie Ihr Lineal und zeichnen Sie eine Linie vom oberen Ende Ihrer vertikalen Linie zum linken Fluchtpunkt. Zeichnen Sie dann eine weitere Linie vom oberen Ende zum rechten Fluchtpunkt. Wiederholen Sie dies für das untere Ende der vertikalen Linie. Nun sollten Sie zwei „Flügel“ sehen, die sich von Ihrer Mittellinie aus erstrecken.
Schritt 5: Definieren Sie Breite und Tiefe des Objekts
Entscheiden Sie, wie breit und tief das Objekt sein soll. Zeichnen Sie vertikale Linien, wo das Objekt enden soll. Diese Linien sollten gerade nach oben und unten verlaufen.
Schritt 6: Reinigen und finalisieren Sie die Zeichnung
Radieren Sie überflüssige Hilfslinien weg. Ziehen Sie die finalen Kanten nach. Jetzt sieht Ihre Zwei-Punkt-Perspektivzeichnung sauber und solide aus.
Teil 4. Einfache Beispiele für Zwei-Punkt-Perspektivzeichnungen
Schauen wir uns einfache Beispiele zum Üben an.
1. Einfache Kiste in Zwei-Punkt-Perspektive
Eine Kiste ist der beste Ausgangspunkt. Sie lehrt Tiefe, Winkel und saubere Kanten. Sobald Sie sie beherrschen, wird alles andere leichter.
2. Haus- oder Gebäudeeckzeichnung
Zeichnen Sie eine hohe vertikale Linie als Ecke. Fügen Sie Fenster mit Perspektivlinien hinzu. Diese Methode wird oft bei architektonischen Skizzen verwendet.
3. Straßenansicht-Perspektivzeichnung
Straßen verlaufen oft nach links und rechts. Daher hilft die Zwei-Punkt-Perspektivzeichnung, Entfernung und Raum zwischen Gebäuden zu zeigen.
4. Beispiel für Innenraumecke
Raumecken verwenden zwei Fluchtpunkte. Möbel, Türen und Fenster folgen den gleichen Perspektivregeln.
Teil 5. Bonus-Tipp: Verbessern Sie Perspektivzeichnungen mit HitPaw FotorPea
Manchmal sehen die Linien nach dem Fertigstellen einer Zwei-Punkt-Perspektivzeichnung etwas zittrig aus oder das Papier wirkt durch das Radieren unordentlich. Hier kommt HitPaw FotorPea ins Spiel.
Was ist HitPaw FotorPea:
HitPaw FotorPea ist eine fortschrittliche Foto-Bearbeitungssoftware, die KI nutzt, um Ihre Kunstwerke zu bereinigen und zu verbessern. Mit diesem Tool können Sie die Qualität Ihrer Kunstwerke verbessern, ohne fortgeschrittene Bearbeitungskenntnisse zu benötigen. Diese Software ist für Anfänger unschätzbar. Wenn Sie zum Beispiel die Skizze mit Bleistift erstellt haben und sie dunkel oder verschwommen aussieht, kann HitPaw FotorPea Ihnen helfen, sie zu verbessern und professionell aussehen zu lassen.
Warum HitPaw FotorPea verwenden?
- Anfängerfreundliche Oberfläche: Sie benötigen keine fortgeschrittenen Kenntnisse in der Fotobearbeitung. Selbst komplette Anfänger können ihre Fotos oder Zeichnungen in wenigen Schritten verbessern.
- Klarheit der Linien verbessern: Es macht Ihre leichten Bleistiftlinien scharf und deutlich.
- Skizzen hochskalieren: Wenn Ihr Foto klein ist, können Sie es vergrößern, ohne Qualität zu verlieren.
- Rauhe Zeichnungen bereinigen: Es hilft, „Verschmierungen“ durch Radieren zu entfernen, sodass Ihre Arbeit professionell aussieht.
- Unschärfen durch Kamerawackeln beheben: Wenn Ihr Foto der Zeichnung durch Handbewegungen leicht verschwommen ist, kann HitPaw FotorPea diese Unschärfe reduzieren und die Schärfe wiederherstellen.
Fazit
Das Verstehen der Zwei-Punkt-Perspektivzeichnung ist wie das Erlernen eines Zaubertricks für Ihre Hände. Mit dieser Fähigkeit können Sie eine einfache Idee in eine realistische, dreidimensionale Welt verwandeln. Um dies zu meistern, benötigen Sie Geduld und viel Übung. Durch das Lernen der Begriffe, das Befolgen der Schritt-für-Schritt-Methode und das Üben einfacher Objekte können Sie sich jedoch schnell verbessern. Außerdem sollten Sie daran denken, dass Werkzeuge wie HitPaw FotorPea immer zur Verfügung stehen, um Ihre Skizzen in professionelle Kunstwerke zu verwandeln.
Also, üben Sie weiter, bleiben Sie geduldig, und Ihre Perspektivfähigkeiten werden jeden Tag stärker.
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